Yahoo und Microsoft zusammen

Die Internetsuche und die damit verbundenen Werbeeinnahmen beherrscht derzeit weltweit Google. Andere Suchmaschinen teilen sich nur die kärglichen Krümel. Die neue Suchmaschine Bing aus dem Hause Microsoft hat einen guten Start hingelegt. Jetzt hat Microsoft mit Yahoo eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Internetsuche vereinbart. Noch vor gut einem Jahr hatte Microsoft versucht, für rund 28 Milliarden Euro Yahoo zu übernehmen. Yahoo hatte damals im Rahmen des Übernahmepokers versucht, seine Websuche an Google auszulagern, um dringend benötigtes Kapital in die eigene Kasse zu spülen. Der Kauf durch Microsoft war damls am Widerstand des Yahoo-Managements gescheitert.

Die Allianz von Yahoo und Microsoft beinhaltet, dass Yahoo die Suchtechnologie von Bing einsetzt und die eigenen  Werbeplätze sowie die von Bing vermarktet. Microsoft CEO Steve Balmer sieht die Vereinbarung als Gewinn für beide Unternehmen und es könnten sich durch die Synergien und freigesetzten Ressoucen durchaus Innovationen ergeben. Der Zusammenschluss wird von Spezialisten als sinnvoller Schritt angesehen. Googles Thron wird deshalb nicht ins Wanken geraten. So ist es Google auch im November des vergangenen Jahres offensichtlich leicht gefallen, den geplanten Deal, für rund 800 Milionen Dollar jährlich Werbeanzeigen auf den Yahoo Webseiten einzublenden, platzen zu lassen.

Geld fließt an Yahoo nun nicht und so fiel der Aktienkurs am gestrigen Mittwoch um gut 7 %, da hatten die Analysten also andere Erwartungen. Die geschätzten 200 Millionen Dollar Einsparung bei Yahoo reichten nicht für einen Anstieg des Kurses aus. Die amerikanischen Wettbewerbshüter müssen der Allianz noch zustimmen.

Die Pressestimmen bezeichnen den Deal als Kapitulation von Yahoo und sehen Mircosoft als den Gewinner, denn zweifellos kann der Softwarekonzern die Marktanteile seine Suchmaschine Bing entscheident steigern. Ob den Zwergen der Aufstand gelingt, das werden wir in den nächsten Monaten und Jahren sehen. Google arbeitet ja auch an seiner seiner Software Chrome OS.

Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft und wir werfen demnächst einen ausführlichen Blick auf Bing.

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